Elektrischer Luftentfeuchter » Stromverbrauch & Stromkosten?

Ein Kondensations-Entfeuchter zählt zu den wirksamsten Maßnahme zur Senkung einer hohen Luftfeuchte. Die kompakten Geräte arbeiten weitestgehend autonom und schaffen ein gesundes Raumklima.

Aber wie hoch ist der Stromverbrauch eines solchen elektrischen Luftentfeuchters und mit welchen Energiekosten muss man rechnen?

Zunächst ist auf die Nennleistung zu achten, die der Hersteller für den jeweiligen elektrischen Luftentfeuchter angibt. In unserer Vergleichstabelle variiert die Nennleistung der meisten Geräte zwischen 300 und 500 Watt. Das sind schon deutlicher Unterschied, die sich auf der Stromrechnung bemerkbar macht. Bei der Bewertung der Leistungsaufnahme sollte jedoch folgendes berücksichtigt werden:

  • Es handelt sich um die maximale Leistungaufnahme. Die Praxis zeigt, dass im Normalbetrieb i.d.R. mit einer deutlichen geringeren Leistungsaufnahme zu rechnen ist. Zudem arbeiten die Luftentfeuchter Hygrostat-gesteuert, d.h., sobald die gewünschte Ziel-Luftfeuchte erreicht ist, schaltet sich das Gerät automatisch ab.

  • Ein Luftentfeuchter mit einer hoher Leistungsaufnahme kann, in Bezug auf seine Entfeuchtungsleistung, effektiver sein als ein Gerät mit einer geringeren Nennleistung. Geräte mit vergleichsweise hoher Leistungsaufnahme besitzen nämlich i.d.R. einen leistungsfähigeren Kompressor, der in den meisten Geräten auch für eine höhere Entfeuchtungsleistung sorgt.

Bei großem Raumvolumen sollte man auf ein leistungsfähiges Gerät zurückgreifen, welches in der Lage ist, die Raumluft möglichst schnell und effizient zu "trocknen".

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Für eine Kilowattstunde (Kilowattstunde = kWh, 1 kW = 1.000 Watt) liegt der durchschnittliche Strompreis Ende 2022 bei rund 40 Cent. Von diesem Betrag ist auch im Jahr 2023 auszugehen, da die von der Bundesregierung beschlossene Strompreisbremse, welche vom 01.01.2023 bis zum 30.04.2024 greifen soll, den Bruttopreis auf 40 Cent pro kWh (für 80% des Strombedarfs basierend auf dem Vorjahr) deckelt.

Auf Grundlage dieser Daten ergibt sich folgende Stromkosten-Beispielrechnung für zwei exemplarisch ausgewählte Luftentfeuchtungsgeräte:

Beispielrechnung Luftentfeuchter: Stromkosten pro Betriebsstunde
  1. Comedes Demecto 10, Nennleistung 250 Watt, Entfeuchtungsleistung 10 Liter/Tag:
    250 Watt / 1000 * 40 Cent = 10 Cent pro Betriebsstunde
  2. Aktobis WDH-725DG, Nennleistung 355 Watt, Entfeuchtungsleistung 25 Liter/Tag:
    355 Watt / 1000 * 40 Cent = 14,2 Cent pro Betriebsstunde

In den Wintermonaten ist der Einsatz eines Luftentfeuchters i.d.R. nicht notwendig, da kalte Luft nur wenig Feuchtigkeit speichert. Die Geräte kommen überwiegend vom Sommer bis in den Spätherbst zum Einsatz.

In unserem Beispiel gehen wir von einer jährlichen Einsatzzeit von 6 Monaten (Juli bis Dezember) sowie einem hygrostat-gesteuerten Betrieb des Luftentfeuchters aus. Das Gerät schaltet sich also automatisch ein, wenn der konfigurierte Luftfeuchte-Schwellwert überschritten wird und genauso wieder ab, falls die aktuelle Luftfeuchte unter den Schwellwert sinkt.

Bei 4 Betriebsstunden pro Tag an insgesamt 180 Tagen (6 Monate x 30 Tage) und maximaler Leistungsaufnahme ergibt sich folgende Kalkulation:

Beispielrechnung Luftentfeuchter: Jährliche Stromkosten
  1. Comedes Demecto 10, Nennleistung 250 Watt, Entfeuchtungsleistung 10 Liter/Tag:
    10 Cent/Betriebsstunde * 4 Stunden/Tag * 180 Tage = 72 Euro pro Jahr
  2. Aktobis WDH-725DG, Nennleistung 355 Watt, Entfeuchtungsleistung 25 Liter/Tag:
    14,2 Cent/Betriebsstunde * 4 Stunden/Tag x 180 Tage = 102 Euro pro Jahr

Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Geräte nur selten den Spitzenwert (Nennleistung) abrufen. Die durchschnittliche Leistungsaufnahme liegt normalerweise deutlich unter der Nennleistung, so dass die tatsächlichen Energiekosten i.d.R geringer ausfalllen als in unserem kleinen Rechenbeispiel.

Ein effizient arbeitender, leistungsfähiger Luftentfeucher ist der WDH-725DG von Aktobis. Seine Nennleistung beträgt 355 Watt. Mit einer max. Entfeuchtungsleistung von bis zu 25 Litern am Tag ist er für den Einsatz auch in größeren Räume im privaten Bereich bestens geeignet.

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Der Stromverbrauch eines elektrischen Luftentfeuchters hält sich in Grenzen. Trotzdem sollte man sich vor der Anschaffung über den Energieverbrauch des jeweiligen Gerätes informieren. Wer den Einsatz im Dauerbetrieb (24 Stunden am Tag) plant, sollte besser den Verbrauch seines Entfeuchters mittels Energiekosten-Messgerät messen - so vermeidet man ein böses Erwachen beim Eintreffen der Stromrechnung.

Eine wirkliche Alternative zu einem elektrischen Luftentfeuchtungsgerät hinsichtlich Effizienz gibt es nicht. Die Energiekosten für den Betrieb des Gerätes sind, im Vergleich zu den aus Schimmelbefall resultierenden Schäden, gering. Ganz zu Schweigen von den gesundheitlichen Gefahren, die durch die Bildung von Schimmelpilzen auftreten.

Ein elektrischer Luftentfeucher ist die effizienteste Methode der Luft in geschlossenen Räumen die überschüssige Feuchtigkeit zu entziehen.