Luftentfeuchter zur Trockenlegung: Keller oder Neubau trocknen

Direkt nach dem Neubau eines Hauses sind die Räume durch den Einsatz verschiedener Baustoffe oft noch ziemlich feucht. Feuchtigkeit kann aber auch in älteren Immobilen ins Dach oder in den Keller eindringen. Professionelle Luftentfeuchter kommen zur Trockenlegung zum Einsatz, um Schimmel zu verhindern und ein gesundes Raumklima herzustellen.

Bautrockner
Abbildung 1: Zum Trocknen von Neubauten oder nach Wasserschäden kommen i.d.R. professionelle Bautrockner mit ensprechender Leistung zum Einsatz.

Es gibt Geräte, die zur Luftentfeuchtung dienen, aber auch deutlich leistungsstärkere Modelle, die zur Trockenlegung des Mauerwerks eingesetzt werden. Feuchte Wände, Schimmel und ein damit einhegender muffiger Geruch kann so mit Hilfe von Luftentfeuchtern und Bautrocknern entfernt werden.

Dringt durch die Wände (oft im Keller) immer wieder Feuchtigkeit ein, ist eine fachgerechte Trockenlegung nötig, auch Abdichtung genannt. Hier wird das Mauerwerk von außen vor eindringender Nässe geschützt, um einer Schimmelbildung effektiv vorzubeugen.

  • Kondensations- oder Adsorptions-Entfeuchter kommen zum Einsatz
  • Größe des Gerätes sollte zur Raumgröße passen
  • beim Adsorptions-Entfeuchter wird die Luft mit Hilfe chemischer Prozesse getrocknet (z.B. Einsatz von wasseranziehendem Silikagel)
  • beim Kondensations-Entfeuchter wird der Luft durch Kondensation Feuchtigkeit entzogen
  • unterschiedliche Kosten je nach Art und Leistungsfähigkeit des Luftentfeuchters oder Bautrockners
  • große Geräte können auch gemietet werden
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  • beschreibt die Sanierung von undichten Stellen in der Bausubstanz
  • häufig bei Baumängeln, z.B. undichten Kellerwänden notwendig
  • deutlich kostspieliger als der Einsatz eines Luftentfeuchtungsgerätes

Besonders häufig bildet sich Schimmel im Keller und Badezimmer. Zu erkennen ist dieser leicht am modrigen Geruch, es riecht feucht und muffig. Besonders an schlecht gedämmten oder falsch abgedichteten Außenwänden bildet sich häufig Schimmel.

Starkregen mit Überflutung der Kellerräume oder das Übertreten von Flüssen in der Nähe des Hauses sind, ebenso wie im Haus aufgetretene Wasserschäden, mögliche Ursachen für einen feuchten Keller. Sind die Kellerwände erst einmal feucht, lässt die Schimmelbildung meist nicht lange auf sich warten.

Haben Sie feuchte Wände entdeckt, sollten Sie zunächst die Ursache ermitteln und dann schnellstmöglich mit der Behebung des Schadens bzw. mit der Trocknung der Wände beginnen.

Klassische Geräte zur Luftentfeuchtung sind nur bei oberflächlich feuchten Kellerwänden hilfreich. Ist das ganze Mauerwerk durchfeuchtet bzw. kommt die Feuchtigkeit von außen, sind die Feuchtigkeitsschäden nur durch eine Sanierung oder professionelle Trockenlegung zu beheben.

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Damit Ihr Keller langfristig trocken bleibt, beachten Sie folgende Tipps:

  • Steigt die Luftfeuchtigkeit aufgrund eines akuten Vorfalls in Ihrem Keller, schaffen Sie mit einem elektrischen Trockengerät Abhilfe. Zum Beispiel nach einem Starkregen oder bei einem Wasserschaden, verursacht durch den Geschirrspüler oder die Waschmaschine.

  • Lüften Sie regelmäßig den Keller. Vor allem in der kalten Jahreszeit ist das wichtig, aber auch, wenn es viel regnet. Statt die Kellerfenster zu kippen, sollten Sie die Fenster mindestens einmal, besser zweimal täglich, komplett öffnen und für mehrere Minuten gut durchlüften. Angekippte Fenster führen nur dazu, dass die Wände noch mehr auskühlen und die Schimmelgefahr steigt.

  • Lassen Sie Kellerfenster nicht dauerhaft offenstehen, um das Eindringen von Regen zu verhindern.

  • Den kompletten Keller zu heizen, ist teuer und macht nur Sinn, wenn Sie hier einen Hobbyraum, eine Sauna oder Ähnliches nutzen. Bringen Sie Ihre Heizanlage möglichst im Keller unter. Dadurch wärmt sich dieser automatisch mit auf und Feuchtigkeit kann sich weniger leicht ausbreiten.

  • Bauliche Ursachen werden auch mit professionellen Trockengeräten nicht behoben. Hier ist je nach Ursache zunächst eine Sanierung nötig. Der Einstz eines elektrischen Trockengerätes ist erst nach dem Beheben des Mangels sinnvoll.

Wenn Sie Ihre Immobilien sanieren oder renovieren, entsteht durch das Verlegen von Estrich sowie beim Verputzen, Tapezieren und Streichen oft viel Feuchtigkeit. Das Gleiche gilt auch, wenn Sie neu bauen.

Zur Reduzierung der Feuchtigkeit kommen professionelle Bautrockner zum Einsatz. Ist alles gut durchgetrocknet, können Sie die Immobilie beziehen. Wichtig ist, dass Sie zwischen den einzelnen Arbeitsschritten ausreichend Zeit einplanen und auf frisch verputzten Wänden und neu eingefülltem Estrich erst nach kompletter Trocknung Fußböden verlegen bzw. neue Tapeten verkleben.

Beide Geräte tragen dazu bei, feuchte Räume inklusive Wände, Decken und Böden zu trocknen. Für die ordentliche Trocknung eines Wasserschadens ist ein einfacher Luftentfeuchter aufgrund der vergleichsweise geringen Leistung allerdings nicht das richtige Gerät. Dieses dient lediglich zur Senkung einer hohen Luftfeuchte, die häufig in Bad, Küche oder Keller auftritt.

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Für die Trocknung von Wasserschäden und Feuchtigkeit nach Sanierung oder Neubau kommen professionelle Bautrockner mit einer entsprechend hohen Leistung infrage. Je nach Raumgröße können davon sogar mehrere Geräte notwendig sein. Nach dem Aufstellen dauert der Trocknungsprozess je nach vorhandener Feuchtigkeit und Geräteleistung oft mehrere Wochen.

Wird die Trocknung nicht fachgerecht oder mit einem von der Leistung nicht ausreichend dimensionierten Gerät durchgeführt, kann sich Schimmel bilden oder Putz und Anstrich werden beschädigt. Überlassen Sie diese Arbeiten daher am besten einer Firma, die sich auf diesem Gebiet gut auskennt.

Der Stromverbrauch der Bautrockner ist hoch, daher sind diese Geräte nur für den kurzfristigen Einsatz gedacht. Einfache Luftentfeuchter hingegen können regelmäßig zum Einsatz kommen. Zum Beispiel, um die Luftfeuchtigkeit in Bädern ohne Fenster möglichst gering zu halten und einer Schimmelbildung vorzubeugen.

Warum der Keller immer wieder feucht wird, lässt sich oft nur durch einen Experten klären. Ein Bau-Sachverständiger ist hier der richtige Ansprechpartner. Dieser kann anhand von Messungen am Mauerwerk und durch die Begutachtung der baulichen Bedingungen vor Ort herausfinden, warum es in Ihrem Keller feucht ist.

Anschließend erhalten Sie einen geeigneten Maßnahmenplan, um die Schäden fachgerecht beheben zu lassen. Vielleicht gibt es irgendwo ein Leck in den Wasserleitungen oder die Kellerwände sind von außen nicht ausreichend abgedichtet worden. Liegt ein Baumangel vor, können Sie bei einem Neubau möglicherweise sogar bei der Baufirma eine Mängelbehebung einfordern.

Bei alten Häusern ist es oft die fehlende Kellerabdichtung, die für Hausbesitzer irgendwann zum Problem wird. Bei Neubauten kann man die fehlerhafte oder nicht vorhandene Abdichtung klar als Baupfusch deklarieren.

Feuchtes Mauerwerk
Abbildung 2: Bei Schäden am Mauerwerk durch eindringende Feuchtigkeit muss die Ursache zunächst gefunden und durch einen Fachbetrieb beseitigt werden.

Wird die Ursache für die eindringende Feuchtigkeit nicht behoben, kann sich der Schaden sogar auf die oberen Stockwerke auswirken. Schimmelsporen in der Luft (Achtung gesundheitsgefährdend - hier sollte auch über den Einsatz eines Luftreinigers mit entsprechenden Filtern nachgedacht werden), ein muffiger Geruch und die schleichende Zersetzung der Bausubstanz sowie rostende Metallträger sind mögliche Folgen.

Tipp: Bevor Sie eine alte Immobilie erwerben, sollten Sie immer das Mauerwerk auf Feuchtigkeit prüfen und sich zur Abdichtung von außen informieren. Einfache Feuchtigkeitsmessgeräte können im Baumarkt erworben werden.

Je nach Wandmaterial kann es nötig sein, den Trocknungsprozess möglichst langsam zu gestalten. Oftmals lösen sich durch die Feuchtigkeit Salze aus dem Mauerwerk.

Bei zu schnellem Trocknen bilden sich dann sogenannte Salzausblühungen, die Schäden an der gesamten Substanz fördern können. Empfohlen wird daher eine Salzmessung, bevor der Trocknungsvorgang beginnt.

Müssen die Kellerwände von außen abgedichtet werden, ist das ziemlich aufwendig und alles andere als preiswert. Das Erdreich muss abgetragen und die Wände freigelegt werden.

Nach der ordnungsgem. Abdichtung der Wände wird die abgetragene Erde wieder aufgefüllt. Im Anschluss ist eine ordentliche Trocknung des Kellers wichtig, um die Feuchtigkeit komplett aus den Wänden zu bekommen.


Bildnachweise:

  • Abbildung 1: adobe.com © robert-kneschke
  • Abbildung 2: adobe.com © panosoli